Die
Zusammenhänge
verstehen
Wie hängt Typ-2-Diabetes mit anderen Erkrankungen zusammen?
Typ-2-Diabetes erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. In diesem Schaubild ist der Ablauf als Spirale aufeinanderfolgender Ereignisse dargestellt:
Typ-2-Diabetes und das Herz
Typ-2-Diabetes und das Herz stehen in engem Zusammenhang miteinander. Der hohe Blutzucker, den Menschen mit Typ-2-Diabetes haben, bedeutet, dass das Risiko für eine Herzerkrankung erhöht ist. Eine Schädigung der Blutgefäße kann die Folge sein:
Erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie)
sind das häufigste Symptom von Diabetes und können über einen längeren Zeitraum die Blutgefäßwände schädigen. Darum haben Menschen mit Typ-2-Diabetes ein höheres Risiko, Ablagerungen (Plaques) zu entwickeln, die wiederum das Risiko für Herzerkrankungen, wie KHK (koronare Herzerkrankung), pAVK (periphere arterielle Verschlusserkrankung) und Herzinfarkt, erhöhen.
Chronische Entzündungen
können als eine Folge von Übergewicht und Insulinresistenz auftreten. Insulinresistenz kann Entzündungen auslösen, indem sie die Fettzellen zur Produktion bestimmter Stoffe anregt, die dann wiederum Entzündungen verursachen können. Diese Entzündungen können dann zu Atherosklerose und Herzerkrankungen führen.
Insulinresistenz
führt u. a. zu einem erhöhten Risiko für Atherosklerose und kann dabei die Blutgefäße schädigen. Außerdem geht Insulinresistenz oft mit erhöhtem Blutdruck einher.
Die Kombination aus Diabetes und erhöhtem Blutdruck verdoppelt das Risiko für Herzerkrankungen.
Weitere Risikofaktoren
die bei Typ-2-Diabetes zu Herzerkrankungen führen können, sind hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Übergewicht.
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein bis zu 4-fach höheres Risiko, eine Herzerkrankung zu entwickeln, als Menschen ohne Diabetes.1
Typ-2-Diabetes und die Nieren
Der Blutzuckerspiegel hat einen großen Einfluss auf die Nieren. Bei Menschen mit schlecht eingestelltem Typ-2-Diabetes ist eine chronische Nierenerkrankung sehr wahrscheinlich. Der hohe Blutzuckerspiegel, der durch Typ-2-Diabetes verursacht wird, kann die Nieren erheblich schädigen. Diese können dann weniger effizient arbeiten.
Wenn Ihr Typ-2-Diabetes gut eingestellt ist, kann sich dies auch positiv auf Ihre Nieren auswirken. Durch die richtige Behandlung Ihres Typ-2-Diabetes und eine Änderung des Lebensstils kann der Zustand der Nieren stabilisiert und die Gefahr weiterer Schäden verringert werden.
Die Nierenfunktion sollte bei Diabetikerinnen und Diabetikern deshalb jährlich von einer Ärztin oder einem Arzt überprüft werden.
Bei etwa 20–50 % aller Menschen mit Diabetes entwickelt sich eine Nierenschädigung.2
Referenzen
-
Lardinois CK. US Endocrinology 2011; 7(1): 16–22.
-
DEGAM-S3-Leitlinie: Versorgung von Patient*innen mit chronischer, nicht-nierenersatz-therapiepflichtiger Nierenkrankheit in der Hausarztpraxis. AWMF-Register-Nr. 053-048, DEGAM-Leitlinie Nr. 22 (Version 2.0). Abrufbar unter: https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/053-048_Versorgung%20von%20Patienten%20mit%20nicht-dialysepflichtiger%20Niereninsuffizienz%20in%20der%20Hausarztpraxis/oeffentlich-2024/2024-11-25_01vsf22011_ckdup_anlage_1_langversion.pdf (letzter Aufruf Oktober 2025).
Jobnummer: PC-DE-115264